04.04.22

2022 - Metin Ceyhan

Vorbildliche Rettungskette von Ersthelfern verhindert den plötzlichen Herztod eines Kollegen

Gegen 07:00 Uhr morgens am 18.10.2021: Metin Ceyhan, 52 Jahre, von Beruf Elektriker, war an seinem Arbeitsplatz im Produktionsraum des Unternehmens Berner in Durach, wo Kochsysteme für Großküchen hergestellt werden. Im Produktionsraum befanden sich zu diesem Zeitpunkt etwa 10 weitere Mitarbeiter. Herr Ceyhan fühlte sich plötzlich unwohl und klagte über Schmerzen vom Rücken in die Brust ausstrahlend. Er realisierte, dass etwas nicht stimmt, rief den Kollegen noch zu, ärztliche Hilfe zu holen, und sackte dann auch schon in sich zusammen.
Ab diesem Moment lief die Rettungskette in der Firma vorbildlich und reibungslos: Eine Mitarbeiterin fing Herrn Ceyhan noch auf und legte ihn auf den Boden. Parallel dazu orderte der Chef der Produktionseinheit den Notarzt und ein in etwa 15 Meter Entfernung angebrachter Defibrillator wurde unmittelbar geholt. Zwei ausgebildete Ersthelfer (vorbildlich werden in dem Unternehmen regelmäßig Aus- und Fortbildungen betrieblicher Ersthelfer durchgeführt) begannen sofort mit einer Reanimation und setzten mit dem Defibrillator einen Schock ab. Mit nur einem Schock gelang es, das Kammerflimmern zu beseitigen und das Herz wieder in Takt zu bringen. Zwischenzeitlich war innerhalb weniger Minuten auch der Notarzt eingetroffen, der sich um die weitere Versorgung des Patienten kümmerte und ihn ins Klinikum Kempten transportierte. Erst dort setzte die Erinnerung von Herrn Ceyhan an die Ereignisse wieder ein. Nach etwa zwei Wochen wurde er aus dem Krankenhaus entlassen, fing bereits 6 Wochen später wieder an zu arbeiten und wartet derzeit auf eine Anschlussheilbehandlung. Sein Leben verdankt er der vorbildlich funktionierenden Rettungskette in der Firma, wo Hand in Hand rasch, umsichtig und kompetent agiert wurde und ein Laiendefibrillator unmittelbar zur Verfügung stand. Dieses Beispiel unterstreicht erneut, wie wichtig die Schulungen zur Ersthelfertätigkeit und die Verfügbarkeit von Laiendefibrillatoren sind, gerade auch in Betrieben und Unternehmen. Denn die ersten Minuten sind entscheidend, und bis der Notarzt kommt, kann es schon zu spät sein.
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