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Defibrillator – der versteckte Lebensretter

Defibrillatoren retten im Notfall Leben. Jede öffentliche Einrichtung sollte so ein Gerät haben, doch oft ist der Lebensretter schwer zu finden.

Während einer Aufführung von Verdis „Aida“ starb der Dirigent Giuseppe Sinopoli an einem Herzinfarkt. Ein lebensrettender Defibrillator war nicht in der Nähe.
Erst nach dem Vorfall hat das Opernhaus ein solches Gerät angeschafft.

Wenn jemand irgendwo in der Öffentlichkeit plötzlich einen Herzstillstand erleidet, können ihn auch Laien mit einem Defibrillator wiederbeleben. Allerdings nur, wenn sich ein solches Gerät in der Nähe befindet, und vor allem auch öffentlich zugänglich ist.

Mehr als 100 Defibrillatoren sollen inzwischen in Berlin existieren. Banken, EInkaufszentren, Hotels, Kaufhäuser, Behörden, Theater, Stadien und Bahnhöfe. Das klingt zunächst einmal positiv, aber oft sind die Geräte gut versteckt, und kaum zu finden.

Oft ist der Defibrillator, statt in einem – für alle zugänglichen – Wandkasten, in einem Schrank (im schlimmsten Fall auch noch abgesperrt), unter dem Tresen, oder im Büro des Hausmeisters versteckt. Die Beschilderung ist, wenn überhaupt, nur rudimentär vorhanden. Selbst Angestellte und Mitarbeiter wissen oft nicht, ob in dem Gebäude ein Defibrillator vorhanden ist – oder wo er zu finden ist.

Der Defibrillator in Hotels und Sporteinrichtungen – oft vorbildlich

Die Angestellten in Hotels, Gaststätten und Clubs wissen meist, wo genau sich der Defibrillator befindet. Auch in Universitäten und in Messehallen. hängen Defibrillatoren oft an zentralen Orten und sind entsprechend beschildert . Auch in Sporteinrichtungen hat der Defibrillator mittlerweile einen hohen Stellenwert. Allerdings sind auch hier die Geräte nicht immer rund um die Uhr problemlos erreichbar. Oft befindet sich der Defibrillator im Büro des Hallen- oder Platzwarts, der nicht nur in seinem Büro arbeitet, sondern auch mal auf dem Gelände unterwegs ist.

Geschultes Personal uns gut platzierte Defibrillatoren sind jedoch leider immer noch nicht der Normalfall.

Viel zu oft wissen die Angestellten nicht, wo sich ein Defibrillator befindet, oder wer zuständig ist. Oft herrscht auch immer noch Unsicherheit, und schiere Unwissenheit, was die lebensrettenden Geräte und ihre Anwendung betrifft. Deutlich gekennzeichnete Defibrillator-Wandkästen, entsprechende Hinweisschilder, und regelmäßige Schulungen, könnten zumindest diese Probleme leicht lösen.

Mit Hilfe der kostenlosen CISALI App, oder der Bürger retten Leben Webseite, finden sie weltweit jederzeit den nächstgelegenen Defibrillator Standort.