HIER SIND LITHIUM-IONEN-AKKUS VERBAUT

LITHIUM-IONEN-AKKUBRÄNDE

Lithium-Ionen-Akkubrände stellen ein immer häufigeres Brandrisiko dar, je mehr Konsum- und Industriegüter mit Lithium-Batterien betrieben werden. Obwohl das Risiko eines Lithium-Akkubrandes nur selten in Betracht gezogen wird, existiert das Potenzial dafür in vielen alltäglichen Situationen.

Typische Brandursachen sind:

  • Beschädigungen der Außenhülle
  • Überladung
  • Hitzeeinwirkung

Trifft eine dieser drei Ursachen zu, wird eine chemische Reaktion in Gang gesetzt und entzündliche Gase freigesetzt. Die Akkuzelle brennt nach dem Erreichen des kritischen Sauerstoff-Gasgemisches in Verbindung mit Hitze. Weitere Risiken stellen sogenannte Billigprodukte dar, bei denen auf den Einbau eines Überladungsschutzes verzichtet wird. Somit erhöht sich das Risiko bei Stößen oder der Aufladung.

WIR LÖSCHEN MIT FLÜSSIGEM VERMIKULIT (AVD)

AVD – flüssiges Sonderlöschmittel

(A = Aqua – V = Vermikulit – D = Dispersion) ist ein neues, biologisch abbaubares und höchst effizientes Sonderlöschmittel. Es steht in 10 l, 50 l, 100 l oder 1000 l Gebinden für unterschiedliche Einsatzzwecke wie zum Beispiel zur Befüllung eines Feuerlöschers oder der Sprinkleranlage zur Verfügung. Das AVD eignet sich hervorragend zur Herstellung von feinem Sprühnebel oder als CAF (Compressed – Air – Foam) -Schaum.

 

Vermikulit

Bezeichnet eine Gruppe hydratisierter-laminarer Mineralien, nämlich Aluminium-Eisen-Magnesium-Silikate. Das Rohmaterial besteht aus dünnen, flachen Flocken mit mikroskopisch kleinen Wasserpartikeln. Im Einsatz verdampfen die enthaltenen Wasserpartikel und die in Vermikulit enthaltenen Kristallplättchen entfalten sich voll.

Das als feiner Sprühnebel oder Schaum aufgebrachte Vermikulit mit den darin enthaltenen Wasserpartikeln verdampfen und kühlen das Feuer noch bevor es auf die Brandquelle trifft. Das Vermikulit wird gespalten, vergrößert seine Oberfläche und verteilt sich als feiner, dichter Film auf dem Feuer. Dort trocknet es rasch ab, verschmilzt und bildet eine dichte Sauerstoffbarriere.

GETESTET UND ZUGELASSEN

AVD und LITH-EX wurden von Apragaz und der ZSW (Zentrum für Sonnenergie- und Wasserstoffforschung) in Ulm getestet und zertifiziert.

 

UNSERE SONDERLÖSCHGERÄTE MIT AVD-LÖSCHMITTEL

Gemeinsam mit BAVARIA bietet MedX5 exklusiv für Firmen, Betriebshöfe, Industrie, Gefahrstofftransporte diverse Löschgeräte mit AVD an. Diese eignen sich besonders für Brände mit Magnesium, Aluminiumlegierungen und anderen Metallen sowie Lithium-Ionen-Batterien.

Das AVD-Sonderlöschgerät ist mit einer Lanze ausgestattet, die eine Brandbekämpfung von sicherer Distanz ermöglicht. AVD-Löschgeräte sind in den Größen 3 l, 6 l und 9 l erhältlich.

WIR BILDEN AUS!

Brandschutzunterweisung mit Zertifikat

Entstehungsbrände können in den meisten Fällen durch das richtige Eingreifen der Mitarbeiter verhindert werden. Voraussetzung ist jedoch eine qualifizierte Brandschutzunterweisung. Die besten Feuerlöscher helfen nichts, wenn die Mitarbeiter nicht im Umgang damit geschult werden. Wenn man etwas Gelerntes umsetzen kann, fällt es leichter, schnell und effektiv zu reagieren. ASR 2.2 Arbeitsstättenrichtlinie Feuerlöscheinrichtungen Kap 6.1 Unterweisung: „Der Arbeitgeber hat die Beschäftigten … mindestens einmal jährlich zu unterweisen.“

  • Inhalt der theoretischen Brandschutzunterweisung:
  • Wie entstehen Brände? Welche Zündquellen gibt es?
  • Welche Brandklassen gibt es und welche Löscharten sind dafür vorgesehen?
  • Wie verhalte ich mich im Brandfall richtig?
  • Welche Flucht- und Rettungswege gibt es in meinem Unternehmen?
  • Wie verhalte ich mich bei einer Gebäuderäumung?

Teilnehmeranzahl: mind. 8 P. bis max. 25 P. bei MedX5 oder bei Ihnen vor Ort.

Brandschutzhelferausbildung

Unsere Brandschutzhelferschulungen werden von erfahrenen Fachleuten durchgeführt. Unsere Brandschutzhelferausbildung wird ASR A2.2 und DGUV 205-023 konform durchgeführt und erfüllt die gesetzlichen Anforderungen. Die Teilnehmer/innen erhalten das Zertifikat „Betrieblicher Brandschutzhelfer“. Die folgenden Inhalte bieten einen groben Auszug aus dem Lehrstoff der Brandschutzhelferunterweisung:

Inhalt der theoretischen Brandschutzhelferschulung:

  • Einführung und rechtliche Grundlagen
  • Physikalisch-chemische Grundlage der Verbrennung und des Löschens
  • Häufige Brandursachen
  • Brandbeispiele, betriebsspezifische Brandgefahren
  • Vorbeugender Brandschutz
  • Brandschutzordnung nach DIN 14096, Alarmierungsmittel
  • Flucht- und Rettungswege
  • Brandklassen A, B, C, D und F
  • Wirkungsweise und Eignung von Löschmitteln
  • Tragbare Feuerlöscher, Aufbau und Handhabung
  • Ortsfeste, brandschutztechnische Einrichtungen
  • Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Behörden
  • Verhalten nach einem Brandfall

Inhalte der praktischen Brandschutzhelferschulung:

  • Handhabung und Funktion von Feuerlöschern
  • Löschtaktik und eigene Grenzen bei Entstehungsbränden (ohne Selbstgefährdung)
  • Praktische, realitätsnahe Übungen mit tragbaren Feuerlöschern
  • Wirkungsweise und Leistungsfähigkeit von Feuerlöscheinrichtungen
  • Umgang mit einer Löschdecke bei Personen- oder Fettbränden

Teilnehmeranzahl: mind. 8 P. bis max. 25 P. bei MedX5 oder bei Ihnen vor Ort.

Rechtliche Grundlagen

Die Notwendigkeit von Brandschutzhelfern in Ihrem Unternehmen ergibt sich unter anderem aus folgenden Rechtsgrundlagen:

Die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) mit ihren technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“. Die Anzahl der Brandschutzhelfer ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Bei normaler Brandgefährdung (z. B. im Büro) ist in der Regel ein Anteil von 5 % ausreichend. Eine deutlich höhere Ausbildungsquote kann bei erhöhter Brandgefahr, einer hohen Anzahl von Besuchern, Mitarbeitern oder Kunden mit eingeschränkter Mobilität usw. erforderlich sein.

Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), § 3 Grundpflichten des Arbeitgebers
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen, die die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen.

  • 10 Abs. 2 „Erste Hilfe und sonstige Maßnahmen“
    Der Arbeitgeber hat entsprechend der Art der Arbeitsstätte und der Tätigkeit sowie der Anzahl von Beschäftigten die Maßnahmen zu treffen, die zur Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung erforderlich sind.

Deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Laut der DGUV-Information 205-023 müssen Beschäftigte regelmäßig (mindestens einmal jährlich) über die in ihrem Arbeitsbereich vorhandenen Brandgefahren und Brandschutzeinrichtungen sowie das Verhalten im Gefahrenfall unterwiesen werden. Neue Mitarbeiter sind im Rahmen der Erstunterweisung über die wichtigsten betrieblichen Brandschutzaspekte zu informieren. Der Arbeitgeber hat eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten durch fachkundige Unterweisungen und praktische Übungen mit dem Umgang von Feuerlöscheinrichtungen vertraut zu machen und Brandschutzhelfer zu benennen.

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