Training

Zeitnah durchgeführte Wiederbelebungsmaßnahmen und eine rasche Defibrillation retten Leben.

Aktuelle Zahlen zum außerklinischen Herzstillstand seit Covid-19:

Weltweit sterben jährlich außerhalb der Klinik ca. 6 Mio. Menschen am plötzlichen Herzstillstand. In Deutschland sind es ca. 100.000. Seit Ausbruch der COVID-19-Pandemie ist die Zahl der plötzlichen Herztode um 59 % angestiegen (NIH, EClinical Medicine, Lancet). Gleichzeitig wurde aber festgestellt, dass in Regionen mit geringer Infektionszahl keine Veränderungen der Todeszahlen stattfand.

Plötzlicher Herztod. Was bedeutet das?

Vollkommen unerwartet und häufig ohne Vorzeichen bricht der betroffene Mensch zusammen, reagiert und atmet nicht mehr. Es besteht akute Lebensgefahr und es muss sofort gehandelt werden. Man spricht deshalb auch vom Sekundentod oder PHT (plötzlicher Herztod). Das Herz beginnt zu „flimmern“ (> 300 Schläge pro Minute), sauerstoffangereichertes Blut wird nicht mehr zum Gehirn transportiert (Schäden treten bereits nach 3-5 Minuten ein). Wird nicht sofort mit der Wiederbelebung (HLW) begonnen und ein Defibrillator (HLW-D) eingesetzt, sinkt die Überlebenschance mit jeder Minute die vergeht um 10 %.

Defibrillatoreinsatz innnerhalb von 3 Minuten

Überlebenschance 70%

Defibrillatoreinsatz innnerhalb von 1 Minute

Überlebenschance 90%

Jede Sekunde zählt.

Abhängig von der Region dauert es 15–30 Minuten vom Absetzen des Notrufs bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Die maximale Überlebenschance liegt aber lediglich bei 10 Minuten. Die einzige Chance, die die betroffene Person hat, sind der schnelle Beginn von Wiederbelebungsmaßnahmen (Herzdruckmassage) und die Abgabe eines elektrischen Schocks mittels eines AED Gerätes (= automatischer externer Defibrillator). Entscheidend sind dabei die ersten 3-5 Minuten.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Bürgerinnen und Bürger mit dem Wissen, den Werkzeugen und dem notwendigen Selbstvertrauen auszustatten, um den Kampf gegen den Herztod gewinnen zu können.

Sollten Sie Zeuge eines Herz-Kreislauf-Stillstands werden, reagieren Sie besonnen und folgen Sie dieser Regel:


1. Prüfen & Rufen

2. Drücken

3. Schocken

Reagiert die Person nicht auf laute Ansprache, hat keine Atmung, alarmieren Sie den Rettungsdienst und beginnen sofort mit der Herzdruckmassage. Befindet sich ein AED (automatischer externer Defibrillator) in der Nähe, lassen Sie diesen durch eine Zweitperson holen und setzen ihn ein. Fassen Sie Mut, es ist ganz einfach. 

Es wäre ganz einfach! Wenn...

die Realität nicht anders wäre.
Eine These besagt (R. Bregmann), dass Menschen eher bereit sind, in einer Notfallsituation zu helfen, wenn andere Menschen in der Nähe sind. Sollte diese Behauptung stimmen, warum erhalten dann so wenige Betroffene, die am plötzlichen Herzstillstand sterben, die lebensrettende Hilfe von umstehenden Menschen?

Eine von der ILCOR (International Liaison Committee on Resuscitation) in Auftrag gegebene Studie zur Bereitschaft von Laien, eine HLW durchzuführen, stellt einen starken Zusammenhang zwischen HLW-Schulung und Hilfsbereitschaft her. Das Ergebnis zeigt, dass ungeschulte Ersthelfer in Panik verfallen. Andere wiederum ekeln sich, weil der Patient blutet oder erbrochen hat. Eine weitere Erkenntnis ist die, dass die Hemmschwelle beim Einsatz eines Defibrillators bei einer Frau höher ist als die bei einem Mann.

Training schafft Sicherheit!

Bei vielen Personen liegt der letzte Erste-Hilfe-Kurs Jahre zurück und im Notfall herrschen Verunsicherung und Hemmungen. Mit unseren Wiederbelebungs-Übungsprodukten kann man die Herzdruckmassage, den sogenannten Esmarch-Handgriff (Kopf überstrecken und Kiefer nach vorne schieben) und den Einsatz eines Defibrillators trainieren (auch zuhause, im Verein, Betrieb etc.). 

 Unsere langjährige Erfahrung und Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen und Notfallmedizinern zeigt deutlich, dass Wiederbelebungstraining die Bereitschaft zur Hilfe in der Bevölkerung stärkt. Insbesondere das HLW-Training in Schulen trägt dazu bei, dass Hemmschwellen überwunden, die Hilfsbereitschaft erhöht und somit die besten Voraussetzungen für Notfallsituationen geschaffen werden.

Warten Sie nicht!

Es ist erwiesen, dass Menschen, die schon einmal innerhalb der Familie, Nachbarschaft, Freundeskreis oder am Arbeitsplatz Zeuge eines Herzstillstands geworden sind, eher bereit sind zu helfen. Lassen Sie es nicht so weit kommen und nutzen Sie unsere Schulungsfilme in YouTube, trainieren Sie zuhause oder per App.

Wir beraten, trainieren und bilden Sie in Wiederbelebungsmaßnahmen und dem Einsatz eines Defibrillators aus.

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2 in 1 Übungspuppen

Mit der Practi-Man Advance Puppe kann die HLW für Erwachsene und Kinder trainiert werden. Per Schalter (Rückseite) kann die Drucktiefe angepasst werden. Mit den Übungspuppen lässt sich realitätsnah, flexibel und kostengünstig trainieren, um Leben retten zu können. Die Geräte sind robust, leicht zu reinigen und zu desinfizieren. Die Reanimation von Kleinkindern erfordert besondere Trainingsmaßnahmen, die u. a. auch die besondere Anatomie und weitere Details berücksichtigt.

Trainings-Defibrillatoren

Damit man ein Gefühl und mehr Sicherheit im Einsatz eines Erste-Hilfe-Defibrillators bekommt, simulieren unsere Trainingsgeräte alle Gerätefunktionen: einschalten, Anweisungen folgen, Elektroden auf die Übungspuppe kleben, schocken, drücken … 

Mithilfe einer Fernbedienung kann der Trainer Sprachansagen und „Funktionen“ während der Übung aktivieren. Mit dem Einsatz eines Defibrillators wird dem Ersthelfer die Last diverser Entscheidungen abgenommen, denn das Gerät erledigt nahezu alles automatisch. Man kann nichts verkehrt machen!

Covid-19 Hygiene-Informationen

Erste-Hilfe-Maßnahmen sind Bürgerpflicht, im Notfall unumgänglich und sollten selbstverständlich sein. Dabei gilt es u. a. die Hygiene zu beachten. Im Rahmen der COVID-19-Pandemie wurden die ERC-Leitlinien zur kardiopulmonalen Reanimation (CPR) respektive der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) hinsichtlich des Risikos einer Aerosolkontamination (bei der Thoraxkompression und beim Atemwegsmanagement) aktualisiert und angepasst.

Um eine mögliche Kontamination von und durch Trainingsteilnehmer zu verhindern, werden leicht zu reinigende und austauschbare Funktionsteile eingesetzt. Nach dem Training müssen das Gesichtsteil, das Ventil (Mundstück) und die Brusthaut gereinigt und der Lungenbeutel ausgetauscht werden. Somit sind maximale Hygiene und der Schutz jedes Kursteilnehmers garantiert. 

Selbstverständlich bieten wir CV-19 Schnelltests z. B. für Kursteilnehmer, UVC-Raumsterilisatoren und Schutzmasken an.

SAM Trainer | Trainings-App & V-Trainer

Erfahren Sie, wie ein HeartSine Defibrillator funktioniert, welche Sprachbefehle er vermittelt und den Unterschied zwischen einem halb- oder vollautomatischen Defibrillator. Mit dem V-Trainer können Sie bequem zuhause mit der Familie trainieren.

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